Projektstart RESIST 2.0: Stärkung des Schutzes vor GNSS-Bedrohungen

30.10.2025

Projektstart RESIST 2.0: Stärkung des Schutzes vor GNSS-Bedrohungen

Die DLR GfR mbH hat offiziell das Projekt RESIST 2 gestartet, ein neues Demonstrationsvor-haben zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit satellitengestützter Navigations-dienste. Im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt das Projekt fort-schrittliche Methoden und Technologien zur Erkennung, Bewertung und Abwehr von Manipu-lationen, Störungen und Cyberangriffen, die auf GNSS (Global Navigation Satellite Systems – Globale Satellitennavigationssysteme) abzielen.

Schutz einer kritischen Infrastruktur

Satellitennavigation ist heute eine zentrale Grundlage moderner Gesellschaften – sie unterstützt Luftfahrt, Transport, Logistik, Telekommunikation und Energienetze. Ihre wachsende Bedeutung erhöht jedoch auch das Risiko gezielter Störungen und Spoofing-Angriffe.

RESIST 2 („RF analytical Evaluation of Signal In Space Threats“) begegnet diesen Herausforderungen, indem es Technologien weiterentwickelt, die die Integrität, Kontinuität und Zuverlässigkeit von GNSS-Signalen sichern. Technologischer Fokus: Erkennen, Bewerten, Reagieren

Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts RESIST 1.0 erweitert RESIST 2 den technischen Umfang um neue operationelle Ansätze, darunter:

  • Analyse von Rohsignalen zur Früherkennung von Manipulationen und Störungen (z. B. Spoofing, Jamming),
  • Echtzeitbewertung der Signalqualität und -integrität,
  • Datenfusion aus mehreren Quellen zur Verbesserung der Robustheit und Zuverlässigkeit von Navigationslösungen.

Durch diese Weiterentwicklungen werden zukünftige GNSS-Nutzer nicht nur erkennen können, ob ein Signal beeinträchtigt ist, sondern auch wie stark und welche Gegenmaßnahmen erforderlich sind.

Zusammenarbeit für resiliente Navigation

RESIST 2 wird von DLR GfR mbH in Zusammenarbeit mit führenden europäischen Partnern aus Forschung und Industrie im Auftrag der ESA durchgeführt. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Europas satellitengestützte Navigationsinfrastruktur auch angesichts neuer Bedrohungen sicher und zuverlässig bleibt.

RESIST für den maritimen Schutz

Der Hafen von Marín erhöht die Navigationssicherheit durch die Installation einer Bodenreferenzstation (GRS) des ESA-finanzierten RESIST-Systems auf seinem Gelände.

Mit dieser Maßnahme unternimmt der Hafen von Marín einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Sicherheit, Zuverlässigkeit und technologischen Leistungsfähigkeit des maritimen Betriebs. Das Projekt zeigt das klare Engagement des Hafens, modernste europäische Technologien einzusetzen, um die Widerstandsfähigkeit von Navigationssystemen gegenüber Störungen zu stärken und höchste Standards der Betriebssicherheit für Schiffe und Hafeninfrastruktur zu gewährleisten.

Durch die Teilnahme am RESIST-Projekt positioniert sich der Hafen von Marín weiterhin an der Spitze der maritimen Innovation und trägt zu einer europäischen Initiative bei, die kritische Infrastrukturen durch robuste satellitengestützte Navigationslösungen schützt. Diese Initiative spiegelt den proaktiven Ansatz des Hafens wider, fortschrittliche Technologien in den täglichen Betrieb zu integrieren – für mehr Sicherheit, Effizienz und Umweltverantwortung im maritimen Verkehrsmanagement.

Regionale Zusammenarbeit in Galicien als Innovationstreiber

Im Rahmen dieser Installation arbeitet das galicische Technologieunternehmen Triple Alpha, ein auf hochentwickelte Ingenieurlösungen spezialisiertes Unternehmen, als Zulieferer von DLR GfR mbH. Es wird die Programmierschnittstelle (API) des Systems innerhalb des RESIST-Rahmens validieren.

Diese Partnerschaft stärkt nicht nur das technologische Ökosystem der Region, sondern zeigt auch, wie die Beteiligung des Hafens von Marín die lokale Innovation fördert und zur Entwicklung hochwertiger industrieller Kompetenzen in Galicien beiträgt.

Das von der ESA finanzierte RESIST-Projekt steht exemplarisch für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen europäischen Institutionen, Industrie und regionalen Akteuren zur Erhöhung der Transportsicherheit und digitalen Resilienz kritischer Infrastrukturen.

Nächste Schritte

In den kommenden Monaten wird das Konsortium RESIST-Bodenstationen (Ground Reference Stations) im Hafen von Marín (Spanien) und am DLR-Flughafen Cochstedt (Deutschland) installieren, um eine vollständige Systemvalidierung unter realistischen Betriebsbedingungen durchzuführen.

Langfristig wird RESIST dazu beitragen, GNSS-basierte Dienste resilienter, sicherer und vertrauenswürdiger zu machen – und damit ihre Verfügbarkeit für kritische Infrastrukturen und Nutzer weltweit zu gewährleisten.

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